Freitag, 9. November 2012

Sheps Schicksal rührt die Tierfreunde

Das Foto von John Unger und seinem Hund Shep im Superior-See in Wisconsin hat die Online-Comunity bewegt. Dahinter steckt eine herzzerreissende Geschichte, die nun ein Happy End nehmen könnte.

Bildquelle: http://www.20min.ch/panorama/news/story/28547040

Das bewegende Bild vom kranken Hund Shep und seinem Herrchen John Unger hat die Facebook-Benutzer auf der ganzen Welt gerührt. Unger hat seinen Schäferhund in den Armen und schwimmt mit ihm im Superior-See in Wisconsin. Shep hält die Augen geschlossen und scheint den Moment in vollen Zügen zu geniessen.


Das Foto wurde in den letzten Tagen unzählige Mal geteilt, bis es über 400 000 «Gefällt-mir»-Klicks erreichte. Knapp 31 000 Mal wurde es zudem kommentiert. Denn das Besondere am Bild ist nicht der badende Hund, sondern die Seelenruhe und die Entspanntheit, die das Bild vermittelt.

Mit dem Bild kommt vielleicht auch die Liebe

Die Geschichte von John Unger und Shep hat vor fast 19 Jahren begonnen. Unger holte den damals acht Monate alten Welpen aus einem Tierheim. Doch bald begannen Sheps gesundheitliche Probleme. Das Tier leidet an Arthrose und hat starke Schmerzen. Mit zunehmendem Alter wurde alles noch schlimmer. Unger versuchte die Krankheit seines Vierbeiners mit verschiedenen Therapien zu behandeln, doch es half alles nichts.

Da entdeckte John Unger, dass Shep sich sehr wohl im warmen Wasser fühlte. Er nahm seinen Hund daraufhin immer öfter zum See mit. Obwohl beim Baden Sheps Schmerzen etwas nachliessen, war seine Krankheit nicht geheilt. Das dürfte sich allerdings bald ändern: Die Internet-Gemeinde hat nun Geld gesammelt, um Shep eine Laser-Therapie zu finanzieren.

Wie das US-Nachrichtenportal «Digital Journal» berichtet, haben 19 Personen eine beachtliche Summe gespendet, um Shep in einer Tierklinik behandeln zu lassen. «Er hatte schon drei Seancen», erzählte Tierarzt Erik Haukaas. «Shep geht es schon bedeutend besser. Er kann sogar etwas schneller rennen.» Nicht nur Shep darf sich dank der Veröffentlichung des berührenden Bildes auf ein neues Leben freuen: «Bei mir kommen viele Frauen vorbei und fragen, ob John Unger Single sei», lacht Tierarzt Haukaas. In der Tat, Unger ist nicht nur Single, sondern auch auf der Suche nach einer neuen Liebe.

Quelle: http://www.20min.ch/panorama/news/story/28547040

Bildquelle: http://www.dogster.com/files/john-unger-schoep-lake-dog-therapy-stonehouse-photography-2.jpg

Bildquelle: http://www.wcsh6.com/news/article/210257/108/Viral-photo-tells-the-tale-of-dogs-best-friend


Freitag, 2. November 2012

Elefantenbulle spricht Koreanisch - Wissenschaftler erstaunt

Hallo, setz dich, leg dich, nein und gut: Elefanten-Bulle Koshik kann fünf koreanische Wörter verständlich mit Maul und Rüssel imitieren.

Von Nadja Podbregar

London. Ein Elefantenbulle verblüfft die Wissenschaft. Er kann fünf Wörter verständlich äußern - auf Koreanisch. Wenn sich Koshik im Everland Zoo in Südkorea den Rüssel ins Maul steckt, bringt er Laute hervor, die der menschlichen Sprache so gut entsprechen, dass sie ohne Probleme verstanden werden. Damit nutzt der Elefantenbulle eine sowohl für Elefanten als auch insgesamt für Tiere völlig neue Technik der Tonerzeugung, berichtet ein internationales Forscherteam im Fachmagazin "Current Biology".

Donnerstag, 1. November 2012

Und die Story galoppiert voran

Nach langer kräftezehrender Abstinenz ist endlich die Durststrecke überwunden und die kleinen Ponys reiten wieder.

Die deutsche Übersetzung der zweiten Staffel beginnt am Montag den 5. November um 9.40 auf Nickelodeon (Ja, immer noch zu solch einer unsäglichen Zeit - Einige Leute wollen offensichtlich nicht, daß diese Serie hierzulande ein Erfolg wird). Zum Glück gibt es immer noch YouTube... Im Gegensatz zur englischsprachigen Ausstrahlung wird seltsamer Weise mit der Doppelfolge der königlichen Hochzeit begonnen. Ob im Anschluss die tatsächliche Folge des Serienstarts gesendet wird ist mir noch nicht bekannt, Discords Auftritt wird sich also noch etwas verzögern.

Bildquelle: http://cheezburger.com/6666759936

Am 10.11.2012 beginnt dann die Ausstrahlung der dritten englischsprachigen Staffel und es ist wieder sehr wahrscheinlich, daß diese weltweit über verschiedene Livestreams verfolgt werden kann. Zur zeitlichen Orientierung:
http://ponycountdown.com/

Thema der ersten Doppelfolge ist die mysteriöse Kristallstadt im Norden Equestrias. Um ein bisschen ins Mythologische abzuschweifen. Der Nordpol und ein dort unter dem Eis verstecktes geheimnisvolles "Erbe der Menschheit" ist ja immer wieder Thema von mehr oder weniger esoterischen Überlieferungen. Seien es die Theosophen, welche die ersten Menschen am Nordpol materialisieren lassen. Seien es so illustre Gestalten wie Guido von List oder Ior Bock, die dort den Ursprung der menschlichen Kultur vermuten. Mysteriöse Eingänge zum inneren der Erde wie sie das Tagebuch des Admiral Byrd behauptet, werden auch immer wieder einmal erwähnt, selbst wenn Admiral Byrd zum fraglichen Zeitpunkt soweit vom Nordpol entfernt war wie nur irgend möglich - er war nachweislich auf seiner berühmten Südpolexpedition, aber vielleicht war er nur etwas desorientiert wegen der Nazi-Flugscheiben ;-D. Zumindest nehmen einige diese Geschichte so ernst, daß schon seit längerem eine Expedition geplant ist um diesen Eingang ins innere der Erde zu finden ( http://www.npiee.org/ ). Aber auch der Mythenforscher Bal Gangadhar Tilak findet zahlreiche Bezüge zu einer nordischen Urheimat in der Polregion. Julius Evola bezieht sich durchweg auf einen polaren geistigen Bezugspunkt in der esoterischen Tradition. Es ist auch wissenschaftlich erwiesen, daß der Nordpol in der Vergangenheit seine eisfreien Momente erlebte, in wie weit diese ganzen mythologischen Bezüge einen wahren Kern bergen, dürften wir bei fortschreitender Erderwährmung nach Einschätzung einiger Forscher evtl. in den nächsten dreißig bis vierzig Jahren herausfinden.

Stoff für Fantasiegeschichten bot und bietet diese Region auf jeden Fall schon seit langem. Da sich diese Bezüge aber in den letzten Jahren deutlich häuften ( es seien hier nur die Filme Alien vs. Predator und Transformers erwähnt) ließ ich mich vor ein- zwei Jahren zu dem Kommentar hinreisen: "Wenn das so weitergeht, dann wird bald eine "Sex and the City" Folge davon handeln wie Carrie ihre Handtasche am Nordpol sucht". Glücklicherweise ist es nie soweit gekommen, umso amüsanter finde ich, daß sich jetzt die kleinen Ponys dieses Themas annehmen.

Bisher sind als Fanleckerlis vom Fernsehsender "The Hub" zwei Lieder der kommenden Doppelfolge veröffentlicht worden und ganze Acht Minuten der ersten Folge, die auch den Auftritt eines weiteren vielversprechenden neuen Bösewichtes verspricht. Wir dürfen gespant sein!



Siehe auch:
http://moreaus-insel.blogspot.de/2011/09/bronys-und-pegasis-freundschaft-ist.html
http://moreaus-insel.blogspot.de/2012/04/best-royal-wedding-ever.html
http://moreaus-insel.blogspot.de/2012/08/discord-schleicht-sich-in-realfilm.html

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Entführtes Mädchen wuchs in Horde Äffchen auf



Die Britin Marina Luz Chapman behauptet, sie sei als Kind im Dschungel ausgesetzt und von Affen groß gezogen worden. Bis sie von Jägern an ein Bordell verkauft wurde. Doch Experten sind skeptisch.

Bildquelle und weiterer englischsprachiger Artikel: http://www.anorak.co.uk/337249/strange-but-true/marina-chapman-was-marina-luz-the-child-raised-by-monkeys.html/


Sie kletterte bis in die höchsten Baumgipfel, fing Vögel und Kaninchen mit bloßen Händen, schlief unter freiem Himmel und ging nie zur Schule oder zu einem Arzt. Es ist eine wirklich wilde Kindheit, die Marina Luz Chapman aus Großbritannien schildert: Die Frau aus der Kleinstadt Bradford wuchs angeblich im kolumbianischen Dschungel auf – als Mitglied einer Horde von Kapuzineräffchen.
Zeitungen haben Chapman bereits den Namen "Tarzana" gegeben, in Anlehnung an den Roman des Schriftstellers Edgar Rice Burroughs, der schon vielfach verfilmt worden ist, unter anderem mit Johnny Weissmüller in der Hauptrolle. Neben Rudyard Kiplings "Dschungelbuch" hat wohl kaum ein anderer Roman die Vorstellung der westlichen Welt vom Leben im Urwald mehr geprägt und das vermeintlich harmonische Zusammenleben von Mensch und Tier stärker idealisiert.
Doch mit der Romantik der Welt von Tarzan oder Mowgli, die von wilden Tieren (Affen bei Tarzan, Wölfe bei Mowgli) liebevoll aufgenommen und großgezogen wurden, hatte Chapmans Kindheit wenig gemein, wie die britische Zeitung "The Sunday Times" berichtet. Ganz im Gegenteil.

Misslungene Geiselnahme


Hungrig, durstig und einsam – das sind die frühesten Erinnerungen Chapmans an den Dschungel. Sie vermutet, dass sie 1950 in Bolivien geboren und als etwa Vier- oder Fünfjährige aus ihrem Dorf entführt wurde.

"Da war plötzlich eine schwarze Hand, die mir ein feuchtes, weißes Tuch über Mund und Nase hielt. Als ich zu schreien versuchte, wurde die Hand härter und der Himmel schwarz", schreibt Chapman auf der Homepage ihres Literaturagenten, der ihre Geschichte für glaubwürdig hält.

Im April 2013 soll ihre Autobiografie "The Girl With No Name" (das Mädchen ohne Namen) zeitgleich mit einer BBC-Dokumenation erscheinen. In Deutschland kommt das Buch vermutlich im August nächsten Jahres auf den Markt.

Aus der Zeit vor ihrem Leben in der Wildnis erinnere sie sich nur an einen Garten, in dem sie mit Erbsenschoten spielte, und an eine schwarze Puppe. Eine Entführung des Mädchens wäre durchaus eine plausible Erklärung für Chapmans abenteuerliche Kindheit. In vielen Ländern Südamerikas ist Kidnapping weit verbreitet, um Geld zu erpressen. Dabei schrecken die Verbrechern auch nicht vor Kindern aus weniger reichen Familien zurück.

Doch etwas muss bei der Lösegeldübergabe schief gelaufen sein, vermutet Chapman, weshalb sie offenbar ausgesetzt wurde. Jedenfalls will Chapman erst im Dschungel wieder zu sich gekommen sein. Noch immer halb betäubt.

Treffen mit den Kapuzineräffchen


Die Geräusche des Waldes seien erschreckend gewesen, erinnert sie sich weiter, die hohe Feuchtigkeit habe ihr die Luft genommen. Hunger und Durst trieben sie schließlich dazu, nach etwas Essbarem zu suchen. Am zweiten Tag sei sie rund 20 neugierigen Kapuzineräffchen begegnet und ihnen gefolgt.
Die Tiere waren wohl Chapmans Rettung, denn sie kopierte deren Verhalten: Sie aß, was sie aßen; trank nur aus Wasserlöchern, aus denen auch die Äffchen tranken. Dabei sei sie immer auf der Hut vor Großkatzen, giftigen Spinnen oder Riesen-Pythons gewesen.

Irgendwann sei es ihr sogar gelungen, mit den Kapuzineräffchen zu kommunizieren, sie übernahm ihr Sozialverhalten, wurde Teil der Gruppe, spielte mit ihnen und begann, auch um ihre Stellung innerhalb der Hierarchie zu kämpfen. Nur einmal sei sie fast gestorben, berichtet ihre Tochter Vanessa James der "Times", die ihrer Mutter beim Schreiben des Buches half: Als sie von giftigen Beeren gegessen hatte.

Von Jägern ins Bordell verschleppt


Fünf Jahre habe sie so mit den Kapuzineräffchen gelebt, behauptet die Britin. Dann aber sei sie von Jägern nahe der kolumbianischen Großstadt Cucuta gefangen genommen und verkauft worden – an ein Bordell. Der Preis für das Kind: ein Papagei. Mit Drogen sei sie gefügig gemacht und zur Prostitution gezwungen worden.

Nachdem ihr die Flucht gelang, lebte sie auf der Straße – dieses Mal allerdings in einem Beton-Dschungel, denn Cucuta gilt als eine der gesetzlosesten Städte Südamerikas. Gewalt, Mord und Drogen gehören zum Alltag.

Chapman wurde schließlich von einer Familie aufgenommen, in der sie als Hausmädchen arbeitete. Damals soll sie zum ersten Mal Marina Luz als ihren Namen angegeben haben. Als sie mit Freunden der Familie nach Großbritannien reiste, lernte sie ihren späteren Ehemann John Chapman kennen, einen Bakteriologen, den sie im Jahr 1977 heiratete. Die beiden bekamen zwei Töchter, heute arbeitet Marina Chapman in einem Kindergarten.

"Ihre Gute-Nacht-Geschichten spielten immer im Dschungel. Wir hielten das nicht für sonderbar. Mama erzählte halt aus ihrem Leben", erzählt Vanessa James. "Wenn wir was zu essen wollten, mussten wir Lärm schlagen", sagte James. "Alle meine Schulfreunde liebten meine Mutter, weil sie so ungewöhnlich war. Sie war kindlich, in vielerlei Hinsicht."

Für eine BBC-Dokumentation reiste sie mit ihrer Mutter nach Kolumbien und Bolivien – auch um die Eltern ihrer Mutter mithilfe von Medien zu suchen.

Wolfskinder und Affenjungen


Fälle wie der von Marina Chapman gelten immer als spektakulär, doch Experten bleiben skeptisch. Der Autor P. J. Blumenthal hat für sein Buch "Kaspar Hausers Geschwister", das im Februar 2013 in einer neu überarbeiteten Ausgabe beim Deutschen Taschenbuch Verlag erscheinen wird, mehr als 120 Fälle recherchiert und mit noch lebenden "Wolfs-Kindern", die in der Wildnis auf sich allein gestellt waren, Interviews geführt.

"So eine Geschichte wie die von Marina Luz Chapman ist sicher denkbar", sagt der Experte der "Welt". "Es wäre aber der erste belegte Fall aus Südamerika, von dem ich höre."

Bisher kenne er nur die Geschichte des Jungen "Tarzanito", der im Jahr 1933 in El Salvador von Baumfällern aufgegriffen wurde. Auch er war angeblich ein Dschungelkind. Später allerdings stellte sich seine Geschichte als Schwindel seiner Adoptivfamilie heraus.

Tatsächlich gehörte der Junge zu einem Ureinwohnerstamm, der die Ausrottung durch die Spanier überlebt hatte. Er war also mitnichten unter Affen groß geworden.

Belegter Fall aus Uganda


Anders läge laut Blumenthal John Ssebunyas Fall. Der Junge aus Uganda flüchtete als etwa Dreijähriger panisch in den Dschungel. Die Gründe dafür sind unklar, einige behaupten er habe Angst vor seinem gewalttätigen Vater gehabt, andere sprechen von Kriegswirren. Erst mehrere Monate – eventuell sogar ein Jahr – später wird er wiedergefunden. "John war dem Tode nah", sagt Blumenthal über die Rückkehr des Kindes in die Zivilisation.

Der Junge war am ganzen Körper behaart – eine Folge der chronischen Unterernährung. Experten glaubten damals, er habe sich von dem ernährt, was eine Gruppe Grüner Meerkatzen von ihrer Nahrung auf den Boden fallen ließen, hauptsächlich Früchte. "Er wurde keinesfalls von den Affen versorgt oder umsorgt", sagt Blumenthal. Er sei vielmehr geduldet worden.

John, der heute 27 ist, habe Glück gehabt, nicht auf Affen getroffen zu sein, die ihn jagten und fraßen, sagt Blumenthal. "Es gibt zwei Arten von Affen: die einen vertreiben Eindringlinge, können sie sogar töten; die anderen dulden sie."

Blumenthal vermutet deshalb, dass Marina Luz Chapman sich ihre Zeit in der Wildnis auch im Nachhinein idealisiert haben könnte. Eventuell eine Folge des Traumas, das sie durch die Trennung und Entführung erlitten habe. Auch bei dem von Chapman angegebenen Zeitraum sei er skeptisch. "Jemand, der im Wald lebt, verliert sein Zeitgefühl. Es könnten also auch nur fünf Monate statt fünf Jahre gewesen sein."

Dass Chapman mit den Affen kommunizieren konnte, sei laut Blumenthal denkbar. Das habe auch John Ssebunya vermocht – allerdings nur, weil er gelernt hatte, die Affen zu imitieren.
"Die meisten dieser 'Wolfskinder’-Geschichten sind erfunden. Denken Sie nur an den Waldjungen Ray aus Berlin. Da entstammte alles aus der Fantasie." Tatsächlich fand Blumenthal in seiner Recherche nur einen von 120 Fällen bei dem ein Kind von einem Tier regelrecht versorgt worden ist – und zwar nicht von einem Affen, sondern von einem Wolf.


P.S.: Die Kommentare zu diesem Artikel auf Welt.de sind auch interessant. So wird darauf hingewiesen, daß es in Südamerika keine Riesen-Pythons gibt.

Freitag, 19. Oktober 2012

Und gleich noch eine weitere Marke geschafft!

Jawohohol, mein Blogger-Konto verrät mir gerade, daß der vorherige Beitrag der 300. Beitrag in diesem Blog ist.


Zoologe löst Rätsel um das Riesenauge von Florida


Der Zoologe Dan-E. Nilsson aus Schweden ist Experte für Meerestier-Augen. Fünf Jahre lag kaum etwas anderes auf seinem Labortisch. Jetzt warf er einen Blick auf das mysteriöse Riesenauge von Florida.

Bildquelle: http://d1.stern.de/bilder/stern_5/wissen/2012/KW42/auge_florida_fitwidth_420.jpg

Die Welt: Professor Nilsson, haben Sie schon mit Ihren Kollegen über das Auge diskutiert?

Dan-E. Nilsson: Natürlich. Wir sind alle über das Internet verbunden und tauschen uns aus, auch mit Kollegen aus den USA. Als wir das Foto gesehen haben, sind wir alle zu dem gleichen Ergebnis gekommen.

Die Welt: Zu welchem?

Nilsson: Das Auge stammt definitiv von einem Schwertfisch. Und zwar aus mehreren Gründen. Das Auge eines Riesen-Kalmars, das als einziges eine ähnliche Größe hätte, wäre niemals so stabil wie das Auge auf dem Foto. Es wäre sofort kollabiert, übrig bliebe nur eine Tüte Schleim. Außerdem ist die blaue Iris sehr markant, diese finden Sie auf keinen Fall bei einem Riesen-Kalmar.

Die Welt: Sie sind sich wirklich sicher?

Nilsson: Ja, auf jeden Fall. Es gibt nur wenige Tiere, die Augen von dieser Größe besitzen – Riesen-Kalmare, Schwertfische und Wale. Riesen-Kalmar kann ich definitiv ausschließen und einen Wal auch, weil auch diese Tiere keine solch blaue Iris besitzen. Die ist wirklich sehr spezifisch für den Schwertfisch.

Die Welt: Aber das Auge soll riesig sein, größer als ein Baseball, sagte der Sprecher des US-Instituts, wo es gerade untersucht wird.

Nilsson: Schwertfisch-Augen erreichen ja auch im Durchmesser ungefähr eine Größe von neun Zentimetern, also etwa die Größe einer Orange. Dieses Exemplar muss von einem richtig ausgewachsenen Tier stammen, mehrere Meter groß. Aber mit der Identifizierung ist das eigentliche Rätsel ja noch nicht gelöst.

Die Welt: Wie bitte?

Nilsson: Die Frage ist doch: Wie kam das Auge so blutig an den Strand?

Die Welt: Und Ihre Theorie dazu?

Nilsson: Es tut mir sehr leid, aber die Erklärung klingt ganz einfach: Irgendjemand muss es aus dem Schwertfisch herausgeschnitten haben. Vielleicht ein Angler, der es behalten wollte oder so etwas in der Art. Dann ist es wohl versehentlich verloren gegangen, vielleicht weil es glitschig war. Das Auge fiel jedenfalls ins Meer und wurde angespült. Auch das spricht übrigens für die Schwertfisch-These. Die Tiere werden nämlich vor Florida gefischt, also auch vor dem Strand, an dem das Auge gefunden wurde. Wer hat also das herausgeschnittene Schwertfisch-Auge verloren?

Die Welt: Was macht das Auge eines Schwertfisches denn so besonders, dass man es behalten will?

Nilsson: Es zählt zu den größten und schärfsten im Tierreich, neben dem des Riesen-Kalmars. Die Schwertfische können je nach Sichtverhältnissen mindestens 100 Meter weit sehen, obwohl sie unheimlich schnell schwimmen, bis zu 60 Kilometer in einer Stunde. Außerdem heizen sie ihre Augen auf, um so in dem kalten Wasser auf hoher See ihre Beutefische besser ausmachen zu können.

Die Welt: Und warum ist selbst ein erfahrener Zoologe wie Sie von dem blutenden Riesenauge fasziniert?

Nilsson: Das ist schon eine sehr seltsame Geschichte. Augen fallen ja nicht einfach so aus einem Tier heraus. Und wenn es dann auch noch diese Größe hat, dann sind die Menschen schon überrascht. Das passiert nicht jeden Tag.

Quelle: http://www.welt.de/vermischtes/article109823277/Zoologe-loest-Raetsel-um-das-Riesenauge-von-Florida.html

Dienstag, 16. Oktober 2012

Wieder eine Marke geknackt

Nun liegen bereits 150000 Besuche dieses Blogs hinter uns.
Vielen herzlichen Dank für das anhaltende Interesse!