Freitag, 12. Oktober 2012

Tauben haben ein GPS-System im Gehirn

Brieftauben finden sich im Erdmagnetfeld zurecht, weil bestimmte Hirnzellen aufgenommene Informationen zu einer Art Navigationssystem verknüpfen. Das zeigen Versuche in einer Magnetkammer.

Bildquelle: http://looneytunes.wikia.com/wiki/Goodfeathers

Wie Brieftauben stets so sicher wieder nach Hause finden, beschäftigt Wissenschaftler schon seit langem. Nun ist das Rätsel gelöst. US-Forscher entdeckten, dass die Vögel ein Navigationssystem aus speziellen Nervenzellen im Gehirn haben. Bei einem Versuch in einer Magnetkammer konnten die Wissenschaftler 53 Neuronen im Stammhirn identifizieren. Diese verarbeiten die magnetischen Informationen zu einer Art GPS-System. Dafür nutzen die Tiere Intensität, Höhe und Größe des Erdmagnetfelds, schreiben Le-Quing Wu und David Dickman von der Medizinischen Universität Houston in Texas im Fachjournal "Science".

Lange hatten Forscher vermutet, dass der Orientierungssinn von Brieftauben seinen Sitz im Schnabel der Tiere hat. Aber erst kürzlich kam ein österreichisches Forscherteam zu dem Schluss, dass der Sensor sich nicht im Schnabel der Vögel befindet. Wo der Sinn der Tauben für das Magnetfeld sitzt, ist weiter umstritten. Unstrittig ist hingegen, dass Brieftauben sich am Magnetfeld der Erde orientieren.
Hier knüpften Wu und Dickman an. Um dem Geheimnis der Orientierung auf die Spur zu kommen, setzten die Neurowissenschaftler sieben Tauben in einen vom Magnetfeld der Erde abgeschirmten und völlig dunklen Raum. Dann fuhren sie ein künstliches Magnetfeld hoch und runter und maßen die Veränderungen im Hirn der Vögel. Tatsächlich zeigten 53 Neuronen im Hirnstamm deutliche Aktivität, wenn das Magnetfeld sich änderte.

Quelle: http://www.stern.de/wissen/natur/natuerliches-navi-tauben-haben-ein-gps-system-im-gehirn-1819516.html

Freitag, 5. Oktober 2012

Etwas in eigener Sache

Für all jene die es interessiert, ich hatte die Freude zu Uwe Sieberts neuem Roman "Totenheer" ein kleines Vorwort schreiben zu dürfen. Dies ist der bisher letzte Band seiner Larkyen-Reihe, aber keine Bange, der Autor hat mir versichert, daß noch einiges folgen wird.

Die Larkyen-Reihe handelt vom Krieger Larkyen der durch eine seltene Himmelskonstellation (die Schwarze Sonne) als Unsterblicher geboren wurde und nun seinen Weg durch eine harte und kämpferische Welt zu gehen versucht. Götter, Strygarer und Menschen begegnen ihm hierbei als gefährliche Gegner, aber auch treue Gefährten.

Die Larkyen-Reihe besteht bisher aus folgenden Bänden, bei denen es sich anbietet sie in der richtigen Reihenfolge zu lesen:

Die Wiedergeburt - Band 1
Der Gott des Krieges - Band 2
Blutkult - Band 3
Totenheer - Band 4


Nach einer langen Reise und vielen Abenteuern hat Larkyen mit seiner Gefährtin Patryous endlich das Land Kentar erreicht. Dort erhofft er sich Hinweise auf seine Vergangenheit, doch der Unsterbliche findet lediglich die Schlachtfelder und Massengräber eines längst vergangenen Krieges vor. Eines Tages begegnet er Wulfgar, dem totgeglaubten König der Kentaren. Durch eine Intrige zwingt der König den Unsterblichen dazu, in das Nachbarland Bolwarien zu reisen. Inmitten des ewigen Waldes soll Larkyen ein uraltes Artefakt entwenden, in das die Runen des Lebens und des Todes eingraviert sind. Mit Hilfe des Artefakts will Wulfgar das sagenumwobene Totenheer entfesseln und einen neuen Krieg über den Westen bringen. Doch noch eine andere Bedrohung sucht die friedliebenden Völker des Westens heim. Der Himmel verfinstert sich, und die ewige Nacht wird von den Reißzähnen und Klauen eines alten Feindes regiert. Es ist Larkyens Aufgabe, zu entscheiden, ob das Totenheer auf der richtigen Seite kämpfen wird.

http://www.amazon.de/Totenheer-Uwe-Siebert/dp/3981348230/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1349449250&sr=8-1

Ich möchte hier auch noch Uwe Sieberts Roman "Licht und Finsterniss - Die schwarze Bibel" erwähnen, der mit sehr gut gefallen hatte:
http://www.amazon.de/Licht-Finsternis-Die-schwarze-Bibel/dp/393969827X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1349451359&sr=8-1

Kigurumi-Pyjamas

In welch wundervollen Zeiten wir doch leben...
Die Cosplay und Furry-Szenen haben noch weiteres mitgebracht - Kigurumi. Kigurumi ist japanisch und eine Bezeichnung für kostümierte Personen die Cartoon Charaktere (und andere) darstellen. Während beim Cosplay allgemein Helden und Schurken aus Comic, Film und Fernsehen dargestellt werden, ist der Unterschied zu Furries schon etwas schwerer zu finden. Bei den Furries wird sich meist als cartoonhaft dargestellte bepelzte Feld, Wald und Wiesenbewohner kostümiert. Gerade zu den hier beschriebenen Kigurumi-Pyjamas ist kaum ein Unterschied festzustellen, da sich hier ebenso meist auf reale, aber cartoonhaft überzeichnetes, bepelztes Getier bezogen wird (Mittlerweile sind aber auch reine Phantasie-Charaktere erhältlich z.B. der Pokemon Pikachu).

Das bekannteste Beispiel (wenn auch lange vor den Kigurumi-Pyjamas entstanden) dürfte hier Max, der kleine Junge aus Maurice Sendaks Geschichte "Wo die wilden Kerle wohnen" sein. Er trägt in dieser Geschichte voll Stolz sein Wolfskostüm-Pyjama:
Bildquelle: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/281845

http://de.wikipedia.org/wiki/Wo_die_wilden_Kerle_wohnen

Dieses Kostüm kann man bei freundlichen Schneidern schon einmal auf E-Bay finden.

Wem aber das Wolfsgetier nicht zusagt, der kann sich aus einem reichhaltigen Angebot der Kigurumi-Pyjamas sein persönliches Lieblingstier heraussuchen und wohlmöglich aufregendere Abenteuer als der kleine Max erleben. Die offensichtlichen Verbindungen zu schamanischen Tiertransformationen, in unserer Region auch als Werwolfsglauben mißinterpretiert, sind mehr als deutlich.





Diese und weitere Modelle gibt es bei:
http://kigurumi-shop.com/

Siehe auch:
http://en.wikipedia.org/wiki/Kigurumi
http://moreaus-insel.blogspot.de/2011/02/furry-kultur.html
http://moreaus-insel.blogspot.de/2009/11/furrys.html
http://moreaus-insel.blogspot.de/2011/05/stimmungsvolle-ohrchen.html
http://moreaus-insel.blogspot.de/2010/08/therianthropie.html
http://moreaus-insel.blogspot.de/2011/07/krafttier.html
http://moreaus-insel.blogspot.de/2010/04/berserker.html
http://moreaus-insel.blogspot.de/2012/07/ziegenmann-gab-dorfbewohnern-ratsel-auf.html


Es dürfte hier auch das Essay von Anton LaVey "Wie man zum Werwolf wird", enthalten in "Die Satanischen Essays/The Devils Notebook", von Interesse sein.

Freitag, 28. September 2012

Striptease-Maus wirft auf der Flucht ihr Fell ab


Afrikanische Stachelmäuse verfügen über eine besonders drastische Überlebensstrategie: Um Fressfeinden zu entkommen, lassen sie sich ihr Fell abziehen. Dabei entstehen Wunden, die schnell verheilen.

Um ihren Angreifern zu entgehen, werfen einige Stachelmäuse Teile ihrer Haut ab. Dabei können großflächige Wunden entstehen, die aber innerhalb kurzer Zeit vollständig heilen, berichten Forscher aus Kenia und den USA im Fachblatt "Nature".

Das Besondere: Die Haut der Mäuse vernarbt nicht, sondern wächst komplett mit Drüsen und Haaren nach. Möglicherweise lassen sich mit Hilfe der Stachelmäuse Wege finden, auch beim Menschen nach einer Verletzung die Neubildung von Haut und anderen Geweben anzuregen, hoffen die Wissenschaftler.

Von einigen Tieren ist bekannt, dass sie bei Gefahr Teile ihres Körpers abwerfen und diese dann regeneriert werden. Fachleute nennen das Autotomie. Eidechsen zum Beispiel opfern ein Stück ihres Schwanzes, um Angreifer abzulenken und zu fliehen. Der Schwanz wächst dann – wenn auch meist in verkürzter Form – nach.

Auch von Stachelmäusen (Acomys) ist bereits bekannt, dass sie die Haut ihres Schwanzes abwerfen können. Die Forscher um Ashley Seifert von der University of Florida (Gainesville/US-Staat Florida) untersuchten nun anekdotische Hinweise darauf, dass zwei afrikanische Stachelmausarten (Acomys kempi und Acomys percivali) auch am Rücken ihre Haut leicht loswerden können.

Stachelmäuse lassen die Hüllen fallen

Dass diese Hinweise stimmen, stellten die Forscher gleich fest, als sie einige Exemplare in Kenia im Freiland fangen wollten: In der Hand der Wissenschaftler ließen die Stachelmäuse buchstäblich die Hüllen fallen.

Große Hautflächen gingen verloren, so dass das Fleisch darunter sichtbar wurde. Weitere Untersuchungen zeigten, dass die Haut der Stachelmäuse ausgesprochen brüchig ist und sehr leicht reißt. Ihre Festigkeit ist etwa 20 Mal geringer als bei einer gewöhnlichen Hausmaus (Mus musculus). Eine Art Sollbruchstelle fanden die Forscher aber nicht.

Haut samt Haaren binnen eines Montas regeneriert


Die Heilung der Wunde setzte schnell ein: Schon nach einem Tag war die Wundfläche deutlich kleiner geworden. Innerhalb eines Monats war die Haut samt Haaren regeneriert – und das ohne jegliche Narben. Für die Bildung der neuen Haarfollikel hatten die Mäuse Signalwege aktiviert, die normalerweise während der Embryonalentwicklung ablaufen.

Schließlich stanzten die Forscher Löcher in die Ohrmuscheln der Stachelmäuse. Selbst diese Löcher schlossen sich sehr schnell. Es bildeten sich Haut, Talgdrüsen, Knorpel und wiederum Haarfollikel.
Lediglich eine Regeneration von Muskelgewebe stellten die Forscher nicht fest. Die Vorgänge auf Zellebene ähnelten denen bei Salamandern, wie weitere Untersuchungen zeigten.

Quelle: http://www.welt.de/wissenschaft/article109481467/Striptease-Maus-wirft-auf-der-Flucht-ihr-Fell-ab.html

Freitag, 21. September 2012

Ferngesteuerte Kakerlaken als Menschenretter

US-amerikanischen Forschern ist es gelungen, Küchenschaben fernzusteuern. So sollen die Kakerlaken in Katastrophengebieten zum Einsatz kommen und womöglich Menschenleben retten.

Bildquelle: https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSH1dZ04Za3bMhI279pXSSp6wtLIYX0upFog82i4iEizEMUuq6cwA

Oft ist es ein lauter Schrei, den Kakerlaken verursachen. Bald sollen die Küchenschaben aber auch positive Reaktionen hervorrufen. Nämlich beim Einsatz in Katastrophengebieten. US-amerikanischen Forschern ist es gelungen, die kleinen Krabbler fernzusteuern. Wie einen Rucksack tragen sie Mini-Sensoren und einen Funkchip auf dem Rücken. Per Fernsteuerung senden die Forscher elektrische Impulse, die den Tieren ein Hindernis vortäuschen. Die Insekten weichen dementsprechend in die andere Richtung aus. So sollen die Küchenschaben da helfen, wo zum Beispiel Spürhunde nicht weiterkommen. Wegen ihrer Größe und ihres robusten, wendigen Körpers können sie, beispielsweise nach einem Erdbeben, schwer zugängliche Orte erreichen. Bleibt nur zu hoffen, dass ein gefundenes Opfer keine Angst vor Kakerlaken hat und sie vor Schreck erschlägt.

 Link zum Video: http://www.stern.de/wissen/natur/vom-schaedling-zum-nutztier-ferngesteuerte-kakerlaken-als-lebensretter-1896924.html

Freitag, 14. September 2012

Neandertaler plauderte und nutzte die rechte Hand

Eine Zahnanalyse entlarvt Neandertaler als Rechtshänder und liefert damit neue Hinweise zu ihrer Hirntätigkeit. Forscher vermuten, dass sie wie heutige Menschen sprechen konnten.



Die Neandertaler könnten sich wie heutige Menschen unterhalten haben, während sie mit der rechten Hand Werkzeuge benutzten. Seine Zähne haben einen in Frankreich gefundenen Neandertaler nach Ansicht von Forschern des Frankfurter Senckenberg-Instituts als Rechtshänder entlarvt.

Damit sei auch wahrscheinlich, dass er sprechen konnte, sagte Virginie Volpato von der Senckenberg-Abteilung Paläoanthropologie in Frankfurt.

Zusammen mit Kollegen hatte sie das rund 75.000 Jahre alte, vermutlich männliche Skelett untersucht, das einen gut erhaltenen Unterkiefer mit sämtlichen Zähnen aufwies. Ihre Studie über die vor rund 30.000 Jahren ausgestorbene Menschenart erschien kürzlich im Fachjournal "Plos One".

Hinweise aus Kratzspuren an den Zähnen

Aus schrägen, von rechts oben nach links unten verlaufende Kratzspuren an den Zähnen schlossen die Forscher, dass der etwa 20 Jahre alte Mann seine rechte Hand benutzte, um Nahrung zum Mund zu führen.



Ihre Zähne hätten Neandertaler häufig als eine Art "Dritte Hand" benutzt. Das habe zu einem Verschleiß der vorderen Zähne und charakteristischen Kratzspuren geführt.

"Die Winkel der Spuren zeigen uns, welche Hand zum Greifen der Nahrungsmittel genutzt wurde", sagte Volpato. Analysen der Arm- und Schulterknochen stützten die Vermutung, dass der untersuchte Mann Rechtshänder war wie die meisten seiner Verwandten.

Linke Gehirnhälfte dominater

Aus der Rechtshändigkeit schließen die Forscher, dass die linke Gehirnhälfte dominierte und der Mann damit die Fähigkeit zur Sprache hatte. Das Sprachzentrum des heutigen Menschen liege meist in der linken Gehirnhälfte.

"Die Rechtshändigkeit der fossilen Menschenverwandten deutet auf ein modernes Muster der linken Gehirnhälfte hin. Aufgrund dieser Dominanz und anderen Beweismitteln, wie archäologischen Funden und DNA-Analysen, gehen wir davon aus, dass Neandertaler die Fähigkeit zur Sprache hatten", sagte Volpato.

Eine frühere Untersuchung 47.000 bis 50.000 Jahre alter Zähne und Kiefer von Neandertalern, die in der El Sidron-Hoehle im Norden Spaniens gefunden wurden, zeigte bereits, dass die Neandertaler auch die Heilkraft der Natur kannten und nutzten.


Heilpflanzen gegen Krankheiten

Sie verzehrten der Zahnanalyse zufolge bittere Heilpflanzen, um Krankheiten zu kurieren oder ihnen vorzubeugen. Eingelagert im Zahnstein fanden sich Bestandteile von Stärkekörnern und anderen Pflanzenmaterialien, aber auch Arzneistoffe aus Heilpflanzen wie Schafgarbe und Kamille.

Das sei überraschend, denn diese Pflanzen seien nicht sonderlich nahrhaft und schmeckten zudem noch bitter. Die Neandertaler hätten sie daher vermutlich deshalb gegessen, weil sie die heilende Wirkung solcher Medizinpflanzen bereits kannten, berichteten die Forscher im Fachmagazin "Naturwissenschaften".
dpa/dapd/oc

Quelle: http://www.welt.de/wissenschaft/article109193343/Neandertaler-plauderte-und-nutzte-die-rechte-Hand.html

Freitag, 7. September 2012

Halber Meter langer Regenwurm fasziniert Chinesen

Von Pia Heinemann

In Deutschland werden Regenwürmer zehn oder auch einmal fünfzehn Zentimeter lang. In Südchina aber haben Anwohner nun einen riesigen Vertreter der Ringelwürmer entdeckt: Er misst einen halben Meter.

Da kann man schon einmal ins Staunen kommen. Im Südwesten Chinas ist ein riesiger Regenwurm gefunden worden. Gestreckt misst er immerhin 50 Zentimeter. Deshalb dachten die Finder des Ringelwurmes auch zunächst, sie hätten eine Schlange gefunden.

Doch Experten gaben Entwarnung: Nein, eine Schlange ist das Tier nicht ¦ was auch ziemlich einfach daran zu erkennen ist, dass der Wurm keine Schuppen hat, sondern die typische feuchte und weiche Haut eines Wurmes. Es handelt sich offenbar um ein überaus harmloses Tier.

"In Deutschland und Europa werden Gürtelwürmer wie Lumbricus terrestris, der große Regenwurm, in ganz seltenen Fällen länger als 30 Zentimeter", sagt Stefan Schrader, Regenwurmexperte und Leiter der Arbeitsgruppe "Funktionelle Bodenzoologie" am Thünen-Institut für Biodiversität in Braunschweig.

Auch in Deutschland gibt es Riesenwürmer

"Allerdings gibt es auch bei uns eine Regenwurmart, die einen halben Meter lang werden kann", sagt Schrader. "Die einheimische Art Lumbricus badensis lebt in einem Teil des Schwarzwaldes und kommt nur dort vor und ist dort absolut selten."

"Das Exemplar aus Asien ist vielleicht ein Vertreter der Familie der 'Megascolecidae', einer Schwesterfamilie der bei uns heimischen 'Lumbricidae'. Diese Megascolecidae können bis zu zwei Meter lang werden und sind dann fingerdick."

Vor allem auf der Südhalbkugel verbreitet

Normalerweise werden solche großen Würmer allerdings in Südamerika, Südafrika, Südostasien und in Australien gefunden. "Die Megascolidae brauchen zum Leben tiefgründige Böden, Wärme und viel organisches Material, dass sie fressen können", erklärt Schrader. Das finden sie allerdings nicht in den tropischen Regenwäldern, wo es zu einem schnellen Umsatz der Nährstoffe kommt. Vielmehr sammelt sich organisches Material in den eher schon gemäßigten Zonen der Südhalbkugel an. Entsprechend gibt es hier viele Arten von Megascolidae. "In Steppen und Graslandsystemen häuft sich viel trockenes Pflanzenmaterial an, das nicht so schnell umgesetzt wird. Hier können die Würmer gut überleben, und werden auch etliche Jahre alt", sagt Schrader.

Die Würmer leben wie unsere Regenwürmer im Boden, fressen sich durch das Substrat und häufen am Ende ihrer Röhre Haufen aus verdauten Blättern und Pflanzenresten an. Diese Haufen werden entsprechend groß.

Forscher haben angekündigt, das Tier erst einmal genau zu untersuchen und seine Art zu bestimmen.



Quelle: http://www.welt.de/wissenschaft/article109001805/Halber-Meter-langer-Regenwurm-fasziniert-Chinesen.html