Freitag, 28. September 2012

Striptease-Maus wirft auf der Flucht ihr Fell ab


Afrikanische Stachelmäuse verfügen über eine besonders drastische Überlebensstrategie: Um Fressfeinden zu entkommen, lassen sie sich ihr Fell abziehen. Dabei entstehen Wunden, die schnell verheilen.

Um ihren Angreifern zu entgehen, werfen einige Stachelmäuse Teile ihrer Haut ab. Dabei können großflächige Wunden entstehen, die aber innerhalb kurzer Zeit vollständig heilen, berichten Forscher aus Kenia und den USA im Fachblatt "Nature".

Das Besondere: Die Haut der Mäuse vernarbt nicht, sondern wächst komplett mit Drüsen und Haaren nach. Möglicherweise lassen sich mit Hilfe der Stachelmäuse Wege finden, auch beim Menschen nach einer Verletzung die Neubildung von Haut und anderen Geweben anzuregen, hoffen die Wissenschaftler.

Von einigen Tieren ist bekannt, dass sie bei Gefahr Teile ihres Körpers abwerfen und diese dann regeneriert werden. Fachleute nennen das Autotomie. Eidechsen zum Beispiel opfern ein Stück ihres Schwanzes, um Angreifer abzulenken und zu fliehen. Der Schwanz wächst dann – wenn auch meist in verkürzter Form – nach.

Auch von Stachelmäusen (Acomys) ist bereits bekannt, dass sie die Haut ihres Schwanzes abwerfen können. Die Forscher um Ashley Seifert von der University of Florida (Gainesville/US-Staat Florida) untersuchten nun anekdotische Hinweise darauf, dass zwei afrikanische Stachelmausarten (Acomys kempi und Acomys percivali) auch am Rücken ihre Haut leicht loswerden können.

Stachelmäuse lassen die Hüllen fallen

Dass diese Hinweise stimmen, stellten die Forscher gleich fest, als sie einige Exemplare in Kenia im Freiland fangen wollten: In der Hand der Wissenschaftler ließen die Stachelmäuse buchstäblich die Hüllen fallen.

Große Hautflächen gingen verloren, so dass das Fleisch darunter sichtbar wurde. Weitere Untersuchungen zeigten, dass die Haut der Stachelmäuse ausgesprochen brüchig ist und sehr leicht reißt. Ihre Festigkeit ist etwa 20 Mal geringer als bei einer gewöhnlichen Hausmaus (Mus musculus). Eine Art Sollbruchstelle fanden die Forscher aber nicht.

Haut samt Haaren binnen eines Montas regeneriert


Die Heilung der Wunde setzte schnell ein: Schon nach einem Tag war die Wundfläche deutlich kleiner geworden. Innerhalb eines Monats war die Haut samt Haaren regeneriert – und das ohne jegliche Narben. Für die Bildung der neuen Haarfollikel hatten die Mäuse Signalwege aktiviert, die normalerweise während der Embryonalentwicklung ablaufen.

Schließlich stanzten die Forscher Löcher in die Ohrmuscheln der Stachelmäuse. Selbst diese Löcher schlossen sich sehr schnell. Es bildeten sich Haut, Talgdrüsen, Knorpel und wiederum Haarfollikel.
Lediglich eine Regeneration von Muskelgewebe stellten die Forscher nicht fest. Die Vorgänge auf Zellebene ähnelten denen bei Salamandern, wie weitere Untersuchungen zeigten.

Quelle: http://www.welt.de/wissenschaft/article109481467/Striptease-Maus-wirft-auf-der-Flucht-ihr-Fell-ab.html

Freitag, 21. September 2012

Ferngesteuerte Kakerlaken als Menschenretter

US-amerikanischen Forschern ist es gelungen, Küchenschaben fernzusteuern. So sollen die Kakerlaken in Katastrophengebieten zum Einsatz kommen und womöglich Menschenleben retten.

Bildquelle: https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSH1dZ04Za3bMhI279pXSSp6wtLIYX0upFog82i4iEizEMUuq6cwA

Oft ist es ein lauter Schrei, den Kakerlaken verursachen. Bald sollen die Küchenschaben aber auch positive Reaktionen hervorrufen. Nämlich beim Einsatz in Katastrophengebieten. US-amerikanischen Forschern ist es gelungen, die kleinen Krabbler fernzusteuern. Wie einen Rucksack tragen sie Mini-Sensoren und einen Funkchip auf dem Rücken. Per Fernsteuerung senden die Forscher elektrische Impulse, die den Tieren ein Hindernis vortäuschen. Die Insekten weichen dementsprechend in die andere Richtung aus. So sollen die Küchenschaben da helfen, wo zum Beispiel Spürhunde nicht weiterkommen. Wegen ihrer Größe und ihres robusten, wendigen Körpers können sie, beispielsweise nach einem Erdbeben, schwer zugängliche Orte erreichen. Bleibt nur zu hoffen, dass ein gefundenes Opfer keine Angst vor Kakerlaken hat und sie vor Schreck erschlägt.

 Link zum Video: http://www.stern.de/wissen/natur/vom-schaedling-zum-nutztier-ferngesteuerte-kakerlaken-als-lebensretter-1896924.html

Freitag, 14. September 2012

Neandertaler plauderte und nutzte die rechte Hand

Eine Zahnanalyse entlarvt Neandertaler als Rechtshänder und liefert damit neue Hinweise zu ihrer Hirntätigkeit. Forscher vermuten, dass sie wie heutige Menschen sprechen konnten.



Die Neandertaler könnten sich wie heutige Menschen unterhalten haben, während sie mit der rechten Hand Werkzeuge benutzten. Seine Zähne haben einen in Frankreich gefundenen Neandertaler nach Ansicht von Forschern des Frankfurter Senckenberg-Instituts als Rechtshänder entlarvt.

Damit sei auch wahrscheinlich, dass er sprechen konnte, sagte Virginie Volpato von der Senckenberg-Abteilung Paläoanthropologie in Frankfurt.

Zusammen mit Kollegen hatte sie das rund 75.000 Jahre alte, vermutlich männliche Skelett untersucht, das einen gut erhaltenen Unterkiefer mit sämtlichen Zähnen aufwies. Ihre Studie über die vor rund 30.000 Jahren ausgestorbene Menschenart erschien kürzlich im Fachjournal "Plos One".

Hinweise aus Kratzspuren an den Zähnen

Aus schrägen, von rechts oben nach links unten verlaufende Kratzspuren an den Zähnen schlossen die Forscher, dass der etwa 20 Jahre alte Mann seine rechte Hand benutzte, um Nahrung zum Mund zu führen.



Ihre Zähne hätten Neandertaler häufig als eine Art "Dritte Hand" benutzt. Das habe zu einem Verschleiß der vorderen Zähne und charakteristischen Kratzspuren geführt.

"Die Winkel der Spuren zeigen uns, welche Hand zum Greifen der Nahrungsmittel genutzt wurde", sagte Volpato. Analysen der Arm- und Schulterknochen stützten die Vermutung, dass der untersuchte Mann Rechtshänder war wie die meisten seiner Verwandten.

Linke Gehirnhälfte dominater

Aus der Rechtshändigkeit schließen die Forscher, dass die linke Gehirnhälfte dominierte und der Mann damit die Fähigkeit zur Sprache hatte. Das Sprachzentrum des heutigen Menschen liege meist in der linken Gehirnhälfte.

"Die Rechtshändigkeit der fossilen Menschenverwandten deutet auf ein modernes Muster der linken Gehirnhälfte hin. Aufgrund dieser Dominanz und anderen Beweismitteln, wie archäologischen Funden und DNA-Analysen, gehen wir davon aus, dass Neandertaler die Fähigkeit zur Sprache hatten", sagte Volpato.

Eine frühere Untersuchung 47.000 bis 50.000 Jahre alter Zähne und Kiefer von Neandertalern, die in der El Sidron-Hoehle im Norden Spaniens gefunden wurden, zeigte bereits, dass die Neandertaler auch die Heilkraft der Natur kannten und nutzten.


Heilpflanzen gegen Krankheiten

Sie verzehrten der Zahnanalyse zufolge bittere Heilpflanzen, um Krankheiten zu kurieren oder ihnen vorzubeugen. Eingelagert im Zahnstein fanden sich Bestandteile von Stärkekörnern und anderen Pflanzenmaterialien, aber auch Arzneistoffe aus Heilpflanzen wie Schafgarbe und Kamille.

Das sei überraschend, denn diese Pflanzen seien nicht sonderlich nahrhaft und schmeckten zudem noch bitter. Die Neandertaler hätten sie daher vermutlich deshalb gegessen, weil sie die heilende Wirkung solcher Medizinpflanzen bereits kannten, berichteten die Forscher im Fachmagazin "Naturwissenschaften".
dpa/dapd/oc

Quelle: http://www.welt.de/wissenschaft/article109193343/Neandertaler-plauderte-und-nutzte-die-rechte-Hand.html

Freitag, 7. September 2012

Halber Meter langer Regenwurm fasziniert Chinesen

Von Pia Heinemann

In Deutschland werden Regenwürmer zehn oder auch einmal fünfzehn Zentimeter lang. In Südchina aber haben Anwohner nun einen riesigen Vertreter der Ringelwürmer entdeckt: Er misst einen halben Meter.

Da kann man schon einmal ins Staunen kommen. Im Südwesten Chinas ist ein riesiger Regenwurm gefunden worden. Gestreckt misst er immerhin 50 Zentimeter. Deshalb dachten die Finder des Ringelwurmes auch zunächst, sie hätten eine Schlange gefunden.

Doch Experten gaben Entwarnung: Nein, eine Schlange ist das Tier nicht ¦ was auch ziemlich einfach daran zu erkennen ist, dass der Wurm keine Schuppen hat, sondern die typische feuchte und weiche Haut eines Wurmes. Es handelt sich offenbar um ein überaus harmloses Tier.

"In Deutschland und Europa werden Gürtelwürmer wie Lumbricus terrestris, der große Regenwurm, in ganz seltenen Fällen länger als 30 Zentimeter", sagt Stefan Schrader, Regenwurmexperte und Leiter der Arbeitsgruppe "Funktionelle Bodenzoologie" am Thünen-Institut für Biodiversität in Braunschweig.

Auch in Deutschland gibt es Riesenwürmer

"Allerdings gibt es auch bei uns eine Regenwurmart, die einen halben Meter lang werden kann", sagt Schrader. "Die einheimische Art Lumbricus badensis lebt in einem Teil des Schwarzwaldes und kommt nur dort vor und ist dort absolut selten."

"Das Exemplar aus Asien ist vielleicht ein Vertreter der Familie der 'Megascolecidae', einer Schwesterfamilie der bei uns heimischen 'Lumbricidae'. Diese Megascolecidae können bis zu zwei Meter lang werden und sind dann fingerdick."

Vor allem auf der Südhalbkugel verbreitet

Normalerweise werden solche großen Würmer allerdings in Südamerika, Südafrika, Südostasien und in Australien gefunden. "Die Megascolidae brauchen zum Leben tiefgründige Böden, Wärme und viel organisches Material, dass sie fressen können", erklärt Schrader. Das finden sie allerdings nicht in den tropischen Regenwäldern, wo es zu einem schnellen Umsatz der Nährstoffe kommt. Vielmehr sammelt sich organisches Material in den eher schon gemäßigten Zonen der Südhalbkugel an. Entsprechend gibt es hier viele Arten von Megascolidae. "In Steppen und Graslandsystemen häuft sich viel trockenes Pflanzenmaterial an, das nicht so schnell umgesetzt wird. Hier können die Würmer gut überleben, und werden auch etliche Jahre alt", sagt Schrader.

Die Würmer leben wie unsere Regenwürmer im Boden, fressen sich durch das Substrat und häufen am Ende ihrer Röhre Haufen aus verdauten Blättern und Pflanzenresten an. Diese Haufen werden entsprechend groß.

Forscher haben angekündigt, das Tier erst einmal genau zu untersuchen und seine Art zu bestimmen.



Quelle: http://www.welt.de/wissenschaft/article109001805/Halber-Meter-langer-Regenwurm-fasziniert-Chinesen.html

Freitag, 31. August 2012

Neue Fischunterart trägt Penis unterm Hals

Vietnamesische Forscher haben im Delta des Flusses Mekong eine neue Fischunterart mit einem besonderen Erkennungsmerkmal entdeckt.



Diese hebe sich von anderen Fischen unter anderem dadurch ab, dass die männlichen Exemplare ihr Fortpflanzungsorgan auf Höhe der Kehle trügen, teilten die Wissenschaftler mit. Die fast komplett durchsichtigen, 2,5 Zentimeter langen Tiere wurden auf den Namen Phallostethus cuulong getauft.

Sie sind die jüngsten Mitglieder in der Artenfamilie der Phallostethidae, bei deren männlichen Mitgliedern das Penis-ähnliche Organ unterm Hals sitzt. Der Fluss Mekong heißt auf vietnamesisch Cuu Long. Die Forscher hatten die Tiere schon vor längerem im flachen und ruhigen Seitengewässer des verschmutzten Mekong gefunden, ihre Entdeckung aber aus wissenschaftlichen Gründen zurückgehalten.

© AFP

Quelle: http://www.gmx.net/themen/wissen/tiere/229lpp2-fischunterart-penis-unterm-hals


Ein Ballchinian aus Men in Black 2
Bildquelle: http://www.listoid.com/list/26/page4

Aus für Gender

……zumindest für die Genderforschung in Norwegen ab 2012 mit einem ursprünglichen Jahresbudget von 56 Mio. Euro. Wie war das möglich? Ein intelligenter Komiker mit einem Kamerateam stellte Genderexperten einfache Fragen. Mit ihren Antworten kam eine Lawine ins Rollen…….Hier ist die Geschichte:

Der Mann

Harald Eia, mit einem MA in Soziologie und Norwegens bekanntester Komiker, kam nach seinem Studium zu der Erkenntnis, dass die Gendertheorie – nach der Mann und Frau gleich seien und alle Unterschiede ihre Ursache ausnahmslos in gesellschaftlichen Prägungen hätten, nicht mit den Wissenschaften von Biologie, Anthropologie etc. übereinstimmen. Sein Kommentar: „Ich fühlte mich von meinen Universitätslehrern betrogen“.

Die Idee

Harald Eia’s Idee war es, das „Gender Paradox“ in Norwegen zu hinterfragen. Dieses Paradox besteht in einem Widerspruch zwischen jahrzehntelanger „gendersensibler Erziehung“ zur Gleichheit (hier der norwegische Genderplan) auf der einen Seite und der stetig sich polarisierenden Berufswahl und Ausbildung in die altbekannten männertypischen und frauentypische Berufe auf der anderen Seite. Ein solches klassische Berufswahlverhalten hätte eigentlich die jahrzehntelange(!) Gleichheitserziehung in Norwegen verändern sollen. Der Unterschied in Norwegen ist seit langem größer als in vergleichbaren Ländern mit weniger Frauenförderung und keiner „gendersensiblen Erziehung“. Dieses Paradox, das die Genderforschung nicht erklären konnte, wurde mehr und mehr zu einem Tabu in der norwegischen Öffentlichkeit und einem Problem für die regierende Sozialdemokratie. Das wollte Harald Eia durchbrechen.

Die Tat

Eia organisierte ein Kamerateam und stellte bekannten norwegischen Wissenschaftlern kritische Fragen zur Gendertheorie und stellte deren Antworten jene von international anerkannten Wissenschaftlern anderer Disziplinen gegenüber. Es waren Fragen über sexuelle Orientierung, Geschlechtsrollen, Gewalt, Rasse und Erziehung. Er tat dies mit fundierten Wissen und einer naiven, aber humorvollen Fragetechnik. Solche Fragen waren die Genderwissenschaftler nicht gewohnt. Schon gar nicht kritische Fragen zur Gendertheorie. Viele Interviewte merkten erst danach, was da eigentlich abgelaufen war. Ehe sie sich beschweren konnten, was sie später nachholten, gingen seine Interviews beim staatlichen TV-Sender NRK in der Sendereihe „Gehirnwäsche“ auf Sendung. Die Öffentlichkeit war schockiert und die Wissenschaft entsetzt. Vor allem das Feature „The Gender Equality Paradox“ heizte erstmals eine offene Debatte über die skandinavische Genderdebatte an. Zum Video hier.

In der englischen Pressemitteilung des Europäischen Journalistenverbandes wird folgendes Resümee gezogen:

“So even if Eia’s methods have been critisised, there is now a general agreement that the result of this project has been good for both the sciences and society as a whole. For the first time, science is really being discussed. Even if many strange things have been said and written, this has been (and still is) a unique educational process for both the general public and the scientific community.”

Ein späteres Ereignis in diesem Zusammenhang war noch sensationeller: am 19.Oktober 2011 erschien eine Pressemitteilung, die die Schließung des NIKK, Nordic Gender Institute, zum 31.12.2011 ankündigte. Damit war der Förderstopp auch für Genderstudies in Höhe von 56 Mio. Euro verfügt. Die „Wissenschaft“ der Genderstudies wurde mit einer einstimmigen Entscheidung des Nordic Council beendet. Und das in dem „Genderland“ Nr. 2 nach dem Global Gender Gap Index 2011. Auch der Versuch, die trivialen Studien mit ideologischen Scheuklappen durch sinnvolle Projekte zu ersetzen, wurde abgelehnt. Obige Pressemitteilung fand zunächst nur in Norwegen Verbreitung. In Deutschland ist sie den Medien bislang gänzlich entgangen, obwohl – oder gerade weil – die Gründe für die Einstellung der skandinavischen Genderforschung auf Einwänden beruhen, die für unser Genderforschung hierzulande uneingeschränkt ebenfalls zutreffen.

Das ist alles Monate her. Wir erfuhren von den Videos von einem französischen Kollegen erst vor Wochen. Allerdings konnten wir damit nicht sonderlich viel anfangen, weil die Hintergründe unklar waren. Erst kürzlich gelangte die Pressemitteilung über diverse Google Alerts an unsere Adresse. Warum diese monatelange Verzögerung, warum ist darüber bisher in der deutschen Presse nichts zu finden? Gab es da ein Schweigekartell? Und warum? Das werden wohl Spekulationen bleiben.

AGENS meint:

Abgesehen von der couragierten journalistischen Vorgehensweise des Harald Eia, zeigt sein Projekt folgendes:

es braucht eine Art „Besessenheit“, so ein Projekt zu initiieren und gegen eine ideologische Front durchzustehen
die seit den 70ern praktizierte “Genderlehre” – jenseits der anerkannten Wissenschaften – ist im sozialdemokratischen Norwegen wie ein Kartenhaus zusammengebrochen.
Die befragten Genderexperten waren es offensichtlich nie gewohnt, dass ihre Theorie hinterfragt wurde. Ihre Diskursfähigkeit wurde nie auf die Probe gestellt.
Eia konnte zeigen: „Money corrupts science“.
die Staatsideologie „Gender“ wurde durch die Bürgergesellschaft nie legitimiert. Gender gehörte nicht zum öffentlichen Diskurs, obwohl es ihn manipuliert.
Wohlfahrtsstaat (finanziert durch die norwegische Erdölförderung) und Gender-Ideologie sind eine schädliche Kooperation eingegangen

Was lernen wir für die deutschen Verhältnisse aus dem norwegischen Vorfall? Der Gleichheitsgedanke ist in Norwegen stärker verankert als in Deutschland und trotzdem hat es nur eines Komikers bedurft, um nachzuweisen, dass Gendertheorie nur eine Ansammlung von Behauptungen ist. Die norwegischen Erkenntnisse sind von daher auf unser Land übertragbar. Ebenso die Konsequenzen…….!

Quelle: http://agensev.de/agens-meint/aus-fur-gender-2/


Freitag, 24. August 2012

Fossilfunde erweitern menschlichen Stammbaum

Homo erectus war nicht allein: Vor etwa zwei Millionen Jahren lebten neben den Vorfahren des Homo sapiens zwei andere Menschenarten in Afrika, die zur Gattung Homo zählen - darauf lassen Funde in Kenia schließen. Sie lösen auch das Rätsel um ein vor 40 Jahren ausgegrabenes Knochenstück.



Knapp zwei Millionen Jahre alte Fossilien zeigen, dass neben unserem Vorfahren Homo erectus mindestens zwei weitere Menschenarten in Ostafrika lebten. Forscher haben die Knochen zwischen 2007 und 2009 im Osten des Turkana-Sees in Kenia ausgegraben. Im Wissenschaftsmagazin "Nature" präsentieren sie nun ihre Schlussfolgerung, die der menschlichen Entwicklungsgeschichte ein weiteres Puzzlestück hinzufügt.

Neu entdeckt haben die Forscher einen Gesichtsschädel, einen sehr gut erhaltenen Unterkiefer und den Teil eines zweiten Unterkiefers. Die Knochen werden auf ein Alter von 1,78 bis 1,95 Millionen Jahre datiert und waren im Rahmen des von Meave und Louise Leakey geleiteten Koobi-Fora-Forschungsprojekts (KFRP) ausgegraben worden.

Diese Fossilien ermöglichten es den Wissenschaftlern, einen älteren Fund besser einzuordnen: Bereits vor 40 Jahren hatte man am Turkana-See das rätselhafte Fossil KNM-ER 1470 (kurz: "1470") entdeckt, das sich von anderen Fossilien unterschied, die ebenfalls nicht dem Homo erectus zuzuordnen waren. Dieser rund zwei Millionen Jahre alte Schädel zeichnete sich durch ein großes Gehirn und ein langes, flaches Gesicht aus, jedoch enthielt das Fossil keinen Unterkiefer und keine Zähne, was eine Einordnung schwierig machte. Zeigte es nur die innerhalb einer Art möglichen Abweichungen? Oder handelte es sich um eine andere Spezies?



"In den vergangenen 40 Jahren haben wir in den gewaltigen Sedimentflächen rund um den Turkana-See angestrengt nach Fossilien gesucht, die die einzigartigen Merkmale des Gesichts von Fossil 1470 teilen und uns zeigen, wie seine Zähne und sein Unterkiefer ausgesehen hätten", sagt Meave Leakey, eine der Leiterinnen des KFRP. "Endlich haben wir einige Antworten gefunden."

Der neu entdeckte Gesichtsschädel sei eine kleinere Version des charakteristisch flachen und großen Gesichts von Fossil 1470, teilt das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig mit - der an der Forschungseinrichtung arbeitende Fred Spoor war an der Studie beteiligt. Die erhaltenen Backenzähne ermöglichten es, die neuen Unterkiefer sowohl mit dem neuen Gesichtsschädel als auch mit "1470" in Verbindung zu bringen.

"Zusammengenommen geben uns die drei neuen Fossilien Aufschluss darüber, wie Fossil 1470 tatsächlich ausgesehen hat. Jetzt ist klar, dass zwei weitere frühe Vertreter der Gattung Homo neben Homo erectus lebten", so Spoor.

Welche Namen bekommen die Arten?

Vermutlich habe Homo erectus überlebt, weil er ein größeres Gehirn hatte als die anderen Arten, sagt Meave Leakey. "Homo erectus war schlauer und konnte wahrscheinlich bessere Steinwerkzeuge herstellen und leichter Nahrung finden, als die anderen Spezies." So konnte er sich letztlich zum Homo sapiens entwickeln.

Einen Namen für die Spezies, die von "1470" repräsentiert wird, nennen die Forscher bewusst nicht - obwohl sie durch die neuen Funde nun klar zwei Gruppen früher Menschen voneinander abgrenzen können, die beide nicht zu Homo erectus zählen.

Mögliche Bezeichnungen wären Homo habilis oder Homo rudolfensis. Doch bevor diese Entscheidung gefällt werde, müssten die nun entdeckten Fossilien erst mit einem Fund aus den sechziger Jahren verglichen werden - dem Fossil OH7, einem Unterkieferstück, auf dessen Basis Homo habilis erstmals beschrieben wurde. Die Gruppen werden demzufolge wohl altbekannte Namen tragen - nur welche welchen, das ist noch nicht klar.

Oder wird es doch komplizierter? In einem Kommentar in "Nature" stellt Bernard Wood von der George Washington University in Washington D.C. in Aussicht. Es sei durchaus möglich, dass einige der Fossilien zu einer dritten Homo-Art gehörten, schreibt er. Außerdem würden einige Forscher die Frage stellen, ob die Fossilien, die Homo habilis und Homo rudolfensis zugeordnet werden, nicht den Begriff der Gattung "Homo" überstrapazieren. "Vielleicht gehörten sie zu einer anderen Abstammungslinie als der, aus der sich Homo sapiens entwickelte?", fragt der Paläoanthropologe.

wbr/dpa

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/fossilfunde-in-kenia-deuten-auf-weitere-fruehe-menschenarten-in-afrika-a-848880.html