Montag, 20. Dezember 2010

Porno im Affenkäfig

Warum Orang-Utans Sexfilme anschauen dürfen – und was sie dabei lernen. Frank Brandstätter, Direktor des Dortmunder Zoos, klärt auf

Bildquelle: https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEijcY5ZoRKg3KNHfshdFw4KEy8h2dQPpGnasiglwDM9KERO_Xu06A_YBDSprcVme-ceN4vB-nWfX5OXlZrVxVsFgpAcFV909ghHUcUDG_uUdYDlCE_vWGxiVanNvqBpur4XmJDlw14nKLY/s1600/DonkeyKong.jpg

DIE ZEIT: Angeblich lassen sich lustlose Affenpaare durch das Anschauen von Pornofilmen zur Paarung anregen. Stimmt das?

Frank Brandstätter: Ja, das stimmt. Affen machen nach, was sie sehen, und lassen sich davon stimulieren. Wenn Menschen vor dem Käfig Grimassen schneiden, dann imitieren die Affen das ja auch. Beim Porno funktioniert das genauso.

ZEIT: Wer ist denn als Erster auf die Idee gekommen, Affen mit Pornos anzuregen?

Brandstätter: Das weiß ich nicht. Aber das ist eine gängige Lehrmeinung und steht auch in der Fachliteratur, in irgendeinem tiergärtnerischen Werk.

ZEIT: Haben Sie das Verfahren auch in Ihrem Zoo in Dortmund ausprobiert?

Brandstätter: Vor vielen Jahren hatten wir eine Orang-Utan-Dame, die sich vor Affenmännern gefürchtet hat. Der haben wir einen erotischen Film gezeigt, in dem sich Menschenmann und frau sehr geliebt haben. Das war eigentlich nicht pornografisch, sondern die beiden sind sehr zärtlich miteinander umgegangen. Da hat die Orang-Frau angefangen, selbst solche Zärtlichkeiten weiterzugeben. Und sie hat dann auch die Männer an sich rangelassen. Orang-Utans, gerade die Männchen, sind überhaupt sehr zärtlich bei der Werbung um die Partnerin. Sie streicheln ihr den Kopf oder stupsen sie sanft an. Ich weiß also aus eigener zoologischer Erfahrung, dass das funktioniert mit den Filmen.

ZEIT: Sind Softpornos besonders gut für Orang-Utans geeignet?

Brandstätter: Nicht generell; es kommt darauf an, was man erreichen will. Ich weiß nicht, wie gut Sie sich auskennen, aber bei Pornofilmen gibt es ja eine Riesenpalette. Man muss den Film vernünftig auswählen.

ZEIT: Das müssen Sie erklären.

Brandstätter: Viele junge Orang-Utan-Männer wissen nicht, was sie mit ihrem Penis anfangen sollen. Sie haben keine Ahnung, wo der beim Weibchen hingehört. Sie probieren dann Verschiedenes aus, sitzen etwa auf dem Kopf des Weibchens oder sonst was. Wenn man denen nun zeigen will, wie es richtig funktioniert, muss man bedenken, dass bei den Orang-Utans aus anatomischen Gründen nichts geht, wenn sie Bauch an Bauch sitzen. Das heißt, man muss einen Porno aussuchen, in dem Geschlechtsverkehr von hinten gezeigt wird.

ZEIT: Warum nimmt man denn für diesen Aufklärungsunterricht nicht Affenpornos?

Brandstätter: Das wäre ideal. Aber es ist sehr schwer, solche Filme zu kriegen. Pornos mit Menschen dagegen gibt es überall.

ZEIT: Sind Menschenaffen generell nachhilfebedürftig, was die Paarung betrifft?

Brandstätter: Im Allgemeinen nicht, aber bei Tieren in Gefangenschaft kann das gelegentlich vorkommen. Auch in der freien Wildbahn wissen die Jungtiere nur dann, wie es geht, wenn sie es vorher bei den Alten abgeguckt haben. Das gilt übrigens für alle Tiere. Im Zoo aber muss manchmal ein Jungtier per Hand aufgezogen werden – und dem muss man zeigen, was es sich nicht bei Artgenossen abgucken kann. Das gilt nicht nur für die Sexualität, sondern zum Beispiel auch für das Nahrungssuchverhalten. Auch das kann man Menschenaffen über entsprechende Fernsehsendungen vermitteln.

ZEIT: Und die Affen sehen keinen Unterschied zwischen Mensch und Affe?

Brandstätter: Menschenaffen sind clever genug, um uns Menschen als ihnen ähnlich anzusehen, genauso wie wir umgekehrt sie als uns ähnlich empfinden. Orang-Utan-Männer reagieren stark auf Menschenfrauen mit langem rotem Haar. Orangs haben ja selbst rötliche Haare und fahren da richtig drauf ab. Sie kommen auch viel besser mit Tierpflegern zurecht, die etwas untersetzt und kräftig sind, also von der Statur her ein bisschen was von einem Orang-Utan haben. Von einem kleinen zierlichen Persönchen lassen sich die Affen nichts sagen. Sie reagieren sehr stark auf äußerliche Reize und äußere Erscheinung.

ZEIT: Gibt es da Unterschiede etwa zwischen Orang-Utans und Gorillas?

Brandstätter: Ja, die unterscheiden sich sehr. Orang-Utans sind den Menschen mit am ähnlichsten, was die Verhaltensweisen angeht. Das liegt vielleicht daran, dass sie Einzelgänger sind, während Schimpansen und Gorillas zu den Herdentieren gehören. Vor einem einzelnen Schimpansen oder Gorilla braucht man normalerweise keine Angst zu haben. Allein sind sie feige, sie fühlen sich nur in der Herde stark.

ZEIT: Hier wären also eher Gruppensexfilme angesagt?

Brandstätter: Wer weiß. Das müsste man ausprobieren.

ZEIT: Könnten Pornos auch andere Tiere anregen, etwa Pandabären, die ja chronische Paarungsprobleme haben?

Brandstätter: Nein, solche Tiere reagieren nicht auf Bilder. Nur Menschenaffen haben die gleiche Sichtweise wie Menschen. Die Augenstellung ist etwa gleich und die Qualität des Auges auch. Wir haben einmal einer alten Orang-Utan-Dame das Leben verschönt, die allein in ihrem Käfig sein musste. Damit sie sich nicht so langweilte, haben wir ihr einen Fernseher vor die Anlage gestellt. Den hat sie sehr geliebt. Am liebsten hat sie MTV geguckt.

Die Fragen stellte Sabine Etzold

Quelle: http://www.zeit.de/2003/12/N-Affenpornos

Samstag, 11. Dezember 2010

Riesenstorch

Er war fast doppelt so groß wie die kleinwüchsigen Inselbewohner selbst: Vor 8000 Jahren lebte eine Storchart auf der indonesischen Insel Flores, die bis zu 1,80 Meter groß wurde. Forscher fanden nun Fragmente von Beinknochen der Tiere. Ob die Bewohner die Vögel jagten, oder ob es andersherum war, ist unklar.

Ein Riesenstorch mit mehr als 1,80 Metern Größe hat einst die indonesische Insel Flores bevölkert. Die Störche waren fast doppelt so groß wie die kleinwüchsigen Menschen, die vor mehr als 8000 Jahren auf Flores lebten. Die Frage ist offen, wer wen gejagt hat. Die niederländische Paläontologin Hanneke Meijer und ihr Kollege Rokus Due vom Nationalen Archäologiezentrum in Jakarta beschreiben den Fossilienfund in der Fachzeitschrift "Zoological Journal of the Linnean Society".

Die Fragmente von Beinknochen, die nach Angaben der Forscher zu einem Storch aus der Marabu-Familie gehören, sind 20.000 bis 50.000 Jahre alt. Die nur rund einen Meter großen Flores-Menschen, die von manchen Forschern als eigene Art namens Homo floresiensis eingestuft werden, starben vor etwa 8.000 Jahren aus. Die neue Storchart, Leptoptilos robustus, müsste rund 16 Kilogramm gewogen haben, schätzt Meijers. Die Vögel waren wahrscheinlich zu schwer zum Fliegen. Die Fossilien wurden in einer Höhle bei Liang Bua gefunden, in der auch Knochen der kleinwüchsigen Menschen entdeckt worden waren.

Die Insel, die nie mit dem Festland in Asien verbunden war, hat jede Menge ungewöhnliche Arten hervorgebracht: Mini-Elefanten, Riesenratten und die heute noch lebenden Komodowarane, die größten Echsen der Welt. Der "Inselfaktor" habe dazu geführt, dass sich die Arten entweder als Zwerge oder Giganten entwickelten, erklärte Meijer in einem Interview mit dem britischen Sender BBC. "Die Körpergröße des Leptoptilos robustus und das Leben am Erdboden sind die Folge der insularen Umgebung, in der es jede Menge Beutetiere gab und wenige fleischfressende Säugetiere", heißt es in dem Artikel.

Quelle: http://www.n-tv.de/wissen/Insulaner-jagten-Riesenstorch-article2098691.html


Der Ibis (Vogel)-gestaltige Gott Thot:

Siehe auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Cherub

Sonntag, 5. Dezember 2010

Schaf mit sieben Beinen

Vom 02. August 2007.

Auf einem Bauernhof in Neuseeland ist ein Lamm mit sieben Beinen auf die Welt gekommen - es besitzt drei Hinter- und vier Vorderbeine.



Missbildungen dieser Art kommen bei Rindern nur einmal in mehreren Millionen Fällen vor. Laut Tierarzt ist dafür eine Missbildung im embryonalen Stadion im Mutterbauch verantwortlich.

"Normaler" Bruder

Übrigens besitzt das Tier sogar einen Zwilling - ein völlig gewöhnliches Lamm. Ein langes Leben wird dem außergewöhnlichen Geschöpf jedoch leider nicht vergönnt sein. Es ist nicht nur mit drei überzähligen Beinen, sondern auch als Hermaphrodit (Zwitter) und mit fehlgebildetem Verdauungstrakt auf die Welt gekommen. Teile des Darms fehlten, so dass das Schaf nicht in der Lage sei, Kot auszuscheiden, sagte Tierarzt Steve Williams. Daher müsse es getötet werden: "Es am Leben zu lassen wäre wohl wirklich unmenschlich."

Quelle: http://www.vol.at/news/tp:vol:special_tiere_aktuell/artikel/schaf-mit-sieben-beinen-geboren/cn/news-20070802-02574900

Sleipnir



Sleipnir (etwa „der Dahingleitende“, Schreibweise alternativ auch Sleipner) ist in der nordischen Mythologie das achtbeinige Ross Odins. Seinen Namen bekam es, da es zu Lande, zu Wasser und in der Luft gleichermaßen „dahingleitet“. Sleipnir entstammt einer List Lokis. Dieser musste die rechtzeitige Fertigstellung von Asgard verhindern, da ein Hrimthurse, der Erbauer der Mauer um Asgard, für die Vollendung der Bauarbeiten die Göttin Freya zur Frau haben wollte. Loki entführte in Gestalt einer Stute den Hengst des Riesen, Svadilfari, der seinem Besitzer bei der Arbeit half, und zeugte mit ihm Sleipnir. So war der Hengst für einige Tage verschwunden und die Frist, zu der Asgard fertig gebaut sein sollte, verstrich. Loki schenkte sein Kind, Sleipnir, später Odin.

Mircea Eliade schreibt, dass das achtbeinige Pferd das Schamanenpferd par excellence sei. Man findet es z. B. in Sibirien und bei den Muria, und zwar immer in Beziehung zum ekstatischen Erleben. Auf Sleipnir kann Odin durch alle Welten reiten. Von einigen Historikern wird vermutet, dass die acht Beine ein Symbol für die Beine von vier Menschen sind, die einen Sarg tragen. Somit ermöglicht das Ross auch, einen Reiter in die Unterwelt zu tragen. Auch Odin reitet auf Sleipnir nach Niflheim, um Balders Träume zu ergründen.

Sleipnir ist, laut einer Sage, auch der Grund, warum die Ásbyrgi-Schlucht auf Island die Form eines Hufeisens hat. Als Odin mit ihm über die Wüsten der Arktis ritt, soll das Pferd ausgerutscht sein und einen Fuß auf Nordisland gesetzt haben. Deshalb wird die Schlucht gelegentlich auch als Odins Fußabdruck bezeichnet.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sleipnir

Sonntag, 7. November 2010

Minnesota Iceman: Der mysteriöse Tote im Eis

Artikel von Cris Kummer:

Vor einigen Jahren hatte ich die Gelegenheit, mich im Archiv des verstorbenen belgischen Kryptozoologen Bernard Heuvelmans umzusehen. Es befindet sich im zoologischen Museum in Lausanne. Kern von Heuvelmans Vermächtnis sind die zahlreichen Schuber, welche Aufzeichnungen zu den unterschiedlichsten zoologischen Legenden enthalten. Heuvelmans widmete gleich mehrere Schuber dem so genannten „Minnesota Iceman“, einem Ausstellungsstück, das in den 60er- und 70er-Jahren an Jahrmärkten in ganz Amerika zur Schau gestellt wurde. Heuvelmans glaubte er, es handle sich um einen Neandertaler, der während des Vietnamkrieges erschossen und in die USA geschmuggelt worden sei. Skeptiker widersprachen ihm und behaupteten, es handle sich bloss um eine Kunststoffpuppe. Keine der beiden Seiten konnte ihre Version belegen, da die vermeintliche Leiche schliesslich verschwand. Das Rästel um den Iceman ist bis heute ungelöst und wird wohl auch ungelöst bleiben. Dank der Aufzeichnungen konnte ich die Geschichte des seltsamen Exponats rekonstruieren. Dies ist eine verkürzte Version meines Artikels, der 2008 im Magazin mysteries (Ausgabe 25) erschien.

Für den kompletten Artikel bitte hier klicken:
http://www.sasquat.com/2010/05/minnesota-iceman-der-mysteriose-tote-im.html

Bildquelle: http://api.ning.com/files/rp0hIHDSiSFFWdFz9CBwGt*oqykmglRxLQI6KQhnx9VdsJQWha2ucQXgEmRtUz77tBQtu7TIxzAngthXBssQ5QaR2F3vrHcg/minnesotaiceman.jpg

http://postbulletin.typepad.com/.a/6a00d83451cc8269e201348680fc41970c-250wi

Bildquelle: https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhuuv-5wZRjdK1Q-low-bStIS_v49XJ2ljfaDLonIdkmJTKhJBL1Ex6lXNLVqpAwJv_g2SNwaGdFQpoysW05RWFrAlQFsnfwxF3mBBhbHLUDeD9sn_81BzEM8WqG8qqk1ZFrkOTYtL9mIiE/s1600/PICT5689.JPG

Siehe auch: http://en.wikipedia.org/wiki/Minnesota_Iceman

Montag, 1. November 2010

Intelligenz ohne Gehirn?

Während zum Beispiel die alten Ägypter das Herz als Sitz der Seele, des Bewusstseins und der Gefühle verstanden, ist diese Ansicht unlängst medizinischen Erkenntnissen gewichen. Heute ist man sich einig, dass das Gehirn das Zentrum des Körpers ist. Dort ist der Sitz der Gefühle und die Schaltzentrale des gesamten Körpers.


Bildquelle: http://img186.imageshack.us/i/nobrainwo9.jpg/


Schon kleinste Verletzungen des komplizierten Organs Gehirn können fatale Folgen haben. Doch ist das immer so?

Hin und wieder tauchen in medizinischen Fachpublikationen und Büchern Berichte über Menschen auf, die Erstaunen in der Fachwelt der Medizin auslösen.

So sorgte 1980 Professor Dr. John Lorber, ein britischer Neurologe der Universität von Sheffield, auf einer Konferenz für großes aber nur kurzes Aufsehen. Der Arzt berichtete von Kindern, bei denen man den sogenannten Wasserkopf (Hydrozephalus) diagnostizierte.

So schildert Dr. Lorber beispielsweise in einem Aufsatz für das Magazin Developmental Medicine and Child Neurology, dass zwei Kinder ohne Großhirnrinde (der Sitz des menschlichen Geistes) bis zu ihrem (frühen) Tode vollkommen normal aufwuchsen. Die ansonsten verheerende Fehlbildung schien die Entwicklung der Kinder nicht zu beeinflussen.

Als sensationell ist ein Mann zu bezeichnen, den Dr. Lorber untersuchte. Der Mann hatte zwar einen etwas überdurchschnittlich großen Kopf, aber eine enorme mathematische Intelligenz. Sein IQ wurde mehrfach mit 126 gemessen und seine Schulnoten waren hervorragend. Doch die Untersuchung von Dr. Lorber erbrachte, dass der Mann kein Gehirn hatte. Lediglich eine etwa ein Millimeter dünne Schicht Gehirnzellen war in seinem Schädel zu finden, alles andere war Wasser. Wie konnte der Mann überleben? Die Medizin stand vor einem Rätsel.

Der berühmteste Fall solcher Anomalien des Gehirns ist der des Jungen Andrew Vandal, der am 12. Juli 1984 geboren wurde. Während der frühen Entwicklung im Mutterleib bildete sich am Stamm des Gehirns eine Zyste und verhinderte so die Entwicklung des Gehirn. Im Schädel von Andrew befand sich lediglich Zerebrospinalflüssigkeit aber kein Gehirn.

Trotz dieser Missbildung wurde der Junge geboren und von Kaye Vandal aus Wallingfort, Connecticut, USA, adoptiert. Entgegen aller ärztlichen Vorhersagen überlebte der Junge! Er kann zwar nicht sprechen und sich nur auf dem Rücken bewegen, aber er zeigt Reaktionen auf Reize, kann lachen, lächeln und zeigt eine mentale Entwicklung.

Ganz erstaunlich ist auch ein Kind gewesen, das 1935 im St. Vincents Krankenhaus in New York geboren wurde. Es lebte zwar nur 27 Tage, aber in dieser Zeit war das Baby vollkommen normal. Es unterschied sich in keiner Hinsicht von anderen Säuglingen, außer dadurch, dass das Kind überhaupt kein Gehirn hatte. Neben solchen und sehr ähnlichen Beispielen liegen noch eine Reihe weiterer Fälle vor. Doch auch zahlreiche Schilderungen über Menschen, die bei einem schrecklichen Unfall große Teile ihres Hirns ohne Schade zu nehmen verloren, sind bemerkenswert.

Im Sommer des Jahres 1848 kam es zu einem solchen Unfall. Phineas P. Gage, New England, war damals als Vorarbeiter beim Bau der Eisenbahn beschäftigt. Als er mit einer Eisenstange Sprengstoff für eine neue Gleislinie festdrücken wollte, explodierte die Mischung plötzlich. Die etwa einen Meter lange Eisenstange schoss durch den Wangenknochen, durch sein Gehirn und trat an der Schädeldecke wieder aus.

Nur einige Minuten später konnte Gage wieder sprechen und seine Kollegen brauchten ihn auf dem Weg zum Arzt nur leicht stützten. Zwei Monate lang musste er nun das Bett hüten, wobei es immer wieder zu Infektionen der Wunde kam, die weitere Hirnteile zerstörten. Dennoch erholte sich Gage fast vollkommen wieder. Er verfiel jedoch einer Sammelleidenschaft allerlei unbrauchbarer Objekte und konnte keine Entscheidungen über zukünftige Dinge treffen.

Für großes Interesse in den Medien sorgte vor einigen Jahren der Fall der 27 Jahre alten Alison Kennedy. Bei einer Zugfahrt nach Guildford in Südengland rammte ihr ein junger Mann eine 13 Zentimeter lange Messerklinge von hinten in den Schädel. Das Messer durchdrang das gesamte Gehirn bis knapp hinter das rechte Auge.

Trotz dieser unheimlichen Verletzung blieb Kennedy bei Bewusstsein, konnte den Schaffner zur Hilfe holen und war auch beim Eintreffen der Ambulanz noch ansprechbar. Folgeschäden trug sie erstaunlicherweise nicht davon.

Quelle: http://nachrichten.freenet.de/wissenschaft/paranormal/ein-leben-ohne-gehirn_726126_533376.html

Siehe auch: http://en.wikipedia.org/wiki/John_Lorber